Schule : Was macht ein Bremsassistent?

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Das Wort sagt es schon – dieses System, das heute bei den meisten Fahrzeugen mit einem ABS (Antiblockiersystem) Standardausstattung ist, hilft beim Bremsen. Doch wozu brauche ich solche Hilfe, fragen sich viele Autofahrer – bremsen kann schließlich jeder. Nun ja, das Bremspedal treten kann wirklich jeder, das muss er sogar viele Male bei jeder Fahrt. Dafür braucht man keinen Assistenten.

Aber dann, wenn man unvermutet in Gefahr gerät, ein Kind aus einer Parklücke vor das Fahrzeug rennt oder ein Stauende auf der Autobahn einem geradezu entgegen zu fliegen scheint, muss man besonders kräftig in die Eisen gehen – eine Gefahrenbremsung machen. Das können leider nur die wenigsten Autofahrer. Tests bestätigen immer wieder, dass weit mehr als die Hälfte dann viel zu zögerlich aufs Bremspedal tritt und es viel zu früh wieder loslässt. Denn den entschlossenen Tritt auf Pedal mit aller Gewalt, so als wollte man das Bodenblech durchtreten, haben die wenigsten geübt. Und dann fehlen eben die entscheidenden Meter, die zwischen noch einmal gut gegangen und Unfall entscheiden.

Weil Sicherheitsexperten wissen, dass die Mehrzahl der Autofahrer bei einer Gefahrenbremsung versagt, ist heute bei den meisten Fahrzeugen der Bremsassistent an Bord. Der erkennt aus der Art, wie der Lenker aufs Pedal tritt, ob der normal bremst oder in Gefahr ist. Ist er das, dann sorgt der Bremsassistent vollautomatisch dafür, dass die Bremsleistung des Fahrzeugs optimal eingesetzt wird, sorgt dafür, dass das Auto auf dem kürzest möglichen Weg zum Stand kommt – und das ohne das Risiko auszubrechen, denn das ABS sorgt dafür, dass der bremsende Wagen in der Spur bleibt. ivd

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