Schule : Weg frei für das zweistufige Bremslicht

Nach europäischer Genehmigung nun auch bei uns verfügbar / Ein Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr

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Bislang zeigt das Bremslicht unserer Autos nur an, ob gebremst wird oder nicht. Wie stark der Fahrer eines vor uns fahrenden Autos dabei aufs Pedal tritt, das erfährt man nicht – jedenfalls nicht in einer Form, in der man das unmissverständlich mit den Augen erkennen kann. Und dann stellt so mancher überrascht fest, dass vor ihm unerwartet heftig gebremst wurde, so dass vor allem dann, wenn man mit zu kurzem Sicherheitsabstand unterwegs ist, eine schnelle Reaktion gefragt ist, soll es nicht zu einem Auffahrunfall kommen.

Sicherheitstechniker arbeiten allerdings schon seit Jahren an Systemen, bei denen man sofort erkennen kann, wie kräftig in einem Auto auf die Bremse getreten wird. Und zu den hierbei entwickelten Techniken gehört das zweistufige Bremslicht von BMW. Seit dem Herbst ist es in alle neuen Modelle eingebaut. Doch benutzt werden durfte es bislang nur in den USA. Denn selbstverständlich muss jede neue Technik im Auto auch von Gesetzgeber genehmigt werden. Für das zweistufige Bremslicht lag diese Genehmigung zwar schon seit längeren für die Neue Welt vor – aber in Europa und Deutschland war diese Technik bis vor kurzem nicht erlaubt. Und so verfügen viele neue Fahrzeuge der weißblauen Marke zwar über die entsprechende Hardware – aber freigeschaltet werden durfte sie bislang nicht.

Nun allerdings hat auch der Gesetzgeber seine Hausaufgaben gemacht, Und bereits seit Anfang Dezember ist nun auch bei und das zweistufige Bremslicht erlaubt. Und deshalb gehört diese für die Sicherheit so wichtige Technik bereits seit Anfang Dezember bei allen 3er-Modellen und dem neuen 5er zur Serienausstattung. Mit der Markteinführung in diesem Monat wird es dann auch beim 6er Coupé und beim X3 Serienausstattung sein. Für den BMW X5 und den BMW Z4 ist das zweistufige Bremslicht ab April verfügbar.

Das zweistufige Bremslicht von BMW ist eine dynamische Bremsstärkenanzeige, durch die der nachfolgende Autofahrer erkennt, wie stark das Fahrzeug vor ihm verzögert. Dadurch kann er seine eigene Reaktion der tatsächlichen Situation anpassen. Und das bringt weniger Auffahrunfälle und damit mehr Sicherheit auf den Straßen, ein verbessertes Brems- und Abstandsverhalten, weil unnötige Bremsungen und Beschleunigungen vermieden werden, sowie eine stabilere, gleichmäßigere Fahrt speziell im Kolonnenverkehr, was die Konditionssicherheit und den Komfort aller Verkehrsteilnehmer erhöht.

Technisch möglich wird das zweistufige Bremslicht durch zusätzliche Leuchtflächen, die dann aktiviert werden, wenn der Fahrer eine Gefahrenbremsung einleitet oder wenn das ABS eingreift. Der nachfolgende Autofahrer erkennt sofort, wenn vor ihm besonders stark gebremst wird und kann seine Fahrweise entsprechend anpassen. ivd

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