Schule : Wer bei Tempo 100 niest, fährt 30 Meter blind

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DER SICHERHEITSTIPP

In der kalten Jahreszeit haben sie weitgehend Ruhe, jene rund zwölf Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unter einer Pollenallergie leiden und dann, wenn jene Pflanzen, gegen die sie allergisch sind, blühen, von Heuschnupfen gequält werden. Doch für viele ist die Ruhe längst wieder vorbei. Denn wer die Natur rundum aufmerksam beobachtet, sieht, das inzwischen schon wieder viele Gehölze in voller Blüte stehen. Und während sich viele über die hübschen Kätzchen freuen, beginnt für andere wieder das Leiden.

Und das bedeutet auch erhebliche Gefahr, wenn diese Menschen sich ans Autosteuer setzen. Denn tränende Augen und laufende Nasen mindern nun einmal die Aufmerksamkeit. Und muss man zwischendurch auch noch niesen, dann muss man sich bemühen, die Zeit, in der die Augen dabei geschlossen sind, ganz bewusst so kurz wie möglich zu machen und den Blick konsequent auf die Fahrbahn vor sich zu richten. Mit ein wenig Konzentration gelingt das auch verblüffend gut.

Und das ist wichtig. Denn während man niest, fährt das Auto ja weiter. Und bei Tempo 100 bedeutet ein einziger Nieser, dass man rund 30 Meter gewissermaßen im Blindflug zurücklegt. Das sind Strecken, auf denen man nicht nur sein eigenes Leben sondern auch das vieler anderer Verkehrsteilnehmer ernsthaft in Gefahr bringt. Deshalb ist es so entscheidend, dass man so schnell wie möglich die Fahrbahn wieder ins Blickfeld bekommt.

Ganz streng genommen dürfte man natürlich dann, wenn man schwer von Heuschnupfen geplagt wird, das Steuer gar nicht in die Hand nehmen. Doch der Verzicht aufs Auto fahren kommt für die meisten aus beruflichen Gründen kaum in Frage. Dann allerdings sollte man sich bemühen etwas dagegen zu tun, dass man überhaupt niesen muss.

Ein wirksamer Weg hierzu ist es, zu verhindern, dass überhaupt Pollen und Staub ins Auto gelangen. Das verlangt Filter, die mehr können als ganz normale Luftfilter. Die Rede ist von Pollenfiltern, die heute bei den meisten Autos bereits Serienausstattung sind. Dort, wo sie fehlen, kann man sie meist problemlos nachrüsten. Ist das bei einem Fahrzeug nicht möglich, dann sollte man sich als Pollenallergiker den Kauf allerdings genau überlegen.

Filter, die Staub und Pollen auffangen, sind irgendwann voll, müssen dann getauscht werden. Und es gibt recht deutliche Anzeichen dafür, wann ein Filter seinen Dienst nicht mehr tut. Dann nämlich, wenn bei korrekt eingestellter Lüftung die Scheiben beschlagen. Dann sollte man eine Fachwerkstatt ansteuern, die schnell klärt, ob ein Filterwechsel nötig ist. Wer besonders empfindlich ist, sollte lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und statt eines normalen Filters ein Aktivkohlefilter einbauen.

Ein wenig helfen kann auch eine Klimaanlage. Wird die in Gegenden mit besonders starkem Pollenflug auf kühl gestellt, dann lassen sich allergische Anfälle meist besser ertragen. Und schließlich gibt es auch Medikamente. Wenn man die einnimmt, sollte man allerdings genau nachlesen, ob sie die Fahrtüchtigkeit einschränken. Ist das so, dann sollte man unter dem Einfluss solcher Medikamente konsequent die Hand vom Steuer lassen. ivd

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