Schule : Wer hat den dicksten Diesel ?

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Ob Audi, BMW oder Mercedes – jeder der drei Hersteller versucht derzeit die Nase vorn zu haben, wenn es um den größten und stärksten PersonenwagenDiesel geht. Alle drei haben in der ersten Jahreshälfte neue V8-Motoren ins Rennen geschickt und jeder sieht sich dabei als Sieger: Mit 4,4 Liter Hubraum liegt BMW klar vor Audi mit 4,2 und Mercedes mit 4 Litern. Bei der Leistung wiederum ist Audi mit 240 kW (326 PS) im A8 4.2 TDI Quattro an der Spitze. Er übertrumpft sowohl den neuen BMW 745d mit 220 kW (300 PS) als auch den neuen Mercedes E 420 CDI mit 231 kW (314 PS). Beim maximalen Drehmoment schließlich punktet Mercedes mit bulligen 730 Nm bei 2200/min, die weder BMW mit 700 Nm bei 1750 bis 2500/min noch Audi mit 650 Nm bei 1600 bis 3500/min erreichen.

Den flottesten Spurt der drei Konkurrenten schafft mit 5,9 Sekunden auf Tempo 100 der große Audi, der hier ganz offensichtlich den Gewichtsvorteil seiner aus Aluminium gefertigten Karosserie ausspielt. Doch mit 6,1 Sekunden zeigen auch der vergleichsweise kleine E 420 CDI und der in 6,8 Sekunden auf Tempo 100 kommende BMW 745d, dass die derzeit modernsten und stärksten Diesel heute Fahrleistungen bringen, die noch vor wenigen Jahren nur von Hochleistungssportwagen mit leistungsstarken Benzinmotoren erreicht wurden.

Trotz dieser Leistungen geben sich die dicken Diesel beim Durchschnittsverbrauch bescheiden: Der Mercedes schluckt 9,3 Liter auf 100 Kilometer, Audi genehmigt sich 9,4 Liter und der BMW braucht 9,5 Liter. Alle Aggregate erfüllen die Abgasnorm EU4 und sind mit Partikelfilter ausgestattet.

Während der neue BMW 745d bereits verfügbar ist und auch der Audi A8 4.2 TDI ab sofort bestellt werden kann, muss man auf den Mercedes E 420 CDI allerdings noch bis zum Herbst warten. Dann allerdings wird es nicht lange dauern, bis der neue V8-Turbodiesel auch in anderen Modellreihen mit dem Stern antritt. Unter anderem wird er in der neuen S-Klasse, die noch vor Jahresende präsentiert wird, zum Einsatz kommen.

Wie die Spitzen-Diesel von BMW und Audi ist auch der neueste Selbstzünder von Mercedes aus Aluminium gefertigt und setzt auf eine Common-Rail-Hochdruckeinspritzung der dritten Generation mit 1600 bar Einspritzdruck. Statt der bislang eingesetzten Magnetventile verwendet auch Mercedes moderne Piezo-Injektoren, die noch schneller und präziser schalten, so dass sich selbst kleinste Kraftstoffmengen mit höchster Genauigkeit dosieren lassen. So kann man den Einspritzverlauf mit bis zu zwei Piloteinspritzungen, der Haupteinspritzung und bis zu zwei Nacheinspritzungen fast perfekt formen.

Das Ergebnis sind ein extrem niedriges Geräuschniveau und eine optimale Verbrennung mit niedrigen Rohemissionen. Die gekühlte elektronisch gesteuerte Abgasrückführung, zwei Oxidationskatalysatoren und der wartungsfreie Partikelfilter sorgen dafür, dass die Werte der seit Jahresbeginn geltenden Abgasnorm EU4 deutlich unterboten werden. ivd

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