Wettbewerb um schlechtesten Schüler : Pubertär verpeilt

Vor Berliner Schulen werden Zettel verteilt, auf denen Deutschlands schlechtester Schüler gesucht wird. Das ist so pubertär wie es klingt.

von

Man kann es kaum aussprechen: „Aschulzial“. So heißt ein Buch, offenbar eine Art Roman, in dem das deutsche Bildungssystem für so ziemlich alles Unangenehme, was passieren kann, verantwortlich gemacht wird. Und dieser krude Name steht auch auf Flyern, die jetzt vor Berliner Schulen aufgetaucht sind und mit denen angeblich nach den schlechtesten Schülern Deutschlands gesucht wird. Zur Belohnung soll es Geld geben oder ein Handy; wer richtig schlecht sei, könne sogar mit der Limousine von der Schule abgeholt werden, wird da versprochen.

Das ist so pubertär, wie es klingt, und hat dennoch oder vielleicht gerade deshalb bei der Zielgruppe einen gewissen Anklang gefunden. Jedenfalls haben auch einige Berliner Schüler mitgemacht, und jetzt kann man auf ihren selbst geschriebenen Steckbriefen im Internet nachlesen, warum sie Schule doof finden und noch stolz darauf sind. Ihre Lehrer und Eltern sind entsetzt und fragen sich, ob man dem Treiben nicht ein Ende setzen kann. Die Bildungsverwaltung sagt, da sehe man mal wieder, dass man Jugendlichen gar nicht genug Medienkompetenz beibringen könne. svo

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben