Wettbewerb : Vom „Herrn der Ringe“ zum Vorlesemeister

Der 12-jährige Kai Gies hat hat sich beim Vorlesewettbewerb gegen 30.000 andere Berliner Schüler durchgesetzt. Nun wird er das Land beim Bundesfinale in Frankfurt am Main vertreten.

Kai Gies hat schon immer gern über Büchern gebrütet. Früher lasen ihm seine Eltern vor. Mittlerweile liest er selbst – und ist darin Berlins Bester geworden: Beim Vorlesewettbewerb hat sich der 12-Jährige von der Britzer Bruno-Taut-Grundschule gegen 30.000 andere Berliner Schüler durchgesetzt. Er wird das Land beim Bundesfinale in Frankfurt am Main vertreten.

Wieso kann er das? „Das kam ganz von allein“, sagt Kai. Zwar habe er seinen Text für den Wettbewerb geübt, ein „spezielles Vorlesetraining“ habe er aber nicht genossen. Für die Synchronfirma seine Vaters hat er ab und zu kleine Rollen gesprochen. „Und ich lese einfach gerne“, sagt er. Vor allem Fantasy- und Science-Fiction-Romane, aber auch Tageszeitungen. Besonders gern hat er „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ gelesen. Jetzt gerade schmökert er in einem Sachbuch über Russland. „Ich interessiere mich sehr für Politik.“ Wenn er erwachsen ist, will er sich da engagieren.

Beim Vorlesen komme es zunächst darauf an, fehlerfrei zu bleiben. „Dann versuche ich den Text so vorzutragen, dass es zu den Romanfiguren passt und witzig ist“, sagt er. Außerdem bemüht er sich, entspannt zu sein und nicht durch den Text zu hetzen.

Das wird sicher nicht leicht, wenn er Ende Juni zusammen mit den Eltern nach Frankfurt zum Bundesfinale fährt. „Beim Landesentscheid war ich extrem aufgeregt, aber ich weiß, dass mich alle unterstützen“, sagt der Sechstklässler. „Der Rest kommt dann von allein.“ (höh)

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