Schule : Wie gut sind eigentlich Ihre Augen?

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Sie sind unsere wichtigste Informationsquelle im Straßenverkehr – unsere Augen. Rund 90 Prozent der für einen Fahrzeuglenker nötigen Informationen liefert uns dieses Sinnesorgran. Doch nicht immer arbeitet es perfekt. Viele müssen deshalb schon von früher Kindheit an eine Brille tragen. Und bei noch mehr Menschen wird eine Sehhilfe früher oder später im Lauf des Lebens erforderlich.

Denn die Fähigkeiten unserer Augen nehmen mit zunehmendem Alter ab – kaum merklich bei dem einen, rapide bei vielen anderen. Vielleicht ist es Ihnen bei der großen Urlaubsreise auch aufgefallen. Da mussten Sie beim Blick in die Straßenkarte plötzlich erkennen, dass sie viele der Informationen gar nicht mehr lesen konnten. Und auch mancher Wegweiser am Staßenrand machte Probleme, war nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu erkennen.

Hinweise, die man sehr ernst nehmen sollte. Denn rund 300 000 Verkehrsunfälle pro Jahr gehen auf das Konto schlechten Sehens. Besonders hoch ist die durch Sehmängel verursachte Unfallquote bei Überholunfällen. Denn bei rund einem Drittel sind schlechte Augen mit im Spiel. Auch bei Auffahrunfällen bei Dunkelheit spielen die Augen eine entscheidende Rolle – wobei es hier meist weniger an der Sehschärfe liegt, sondern an schlechtem Dämmerungssehen. Denn im Laufe des Lebens trüben sich Linse und Glaskörper des Auges ein, sterben Nervenzellen an der Netzhaut ab, sinkt die Fähigkeit, bei Dunkelheit zu sehen. Die Trübung des Auges lässt auch das Konstrastempfinden abnehmen, steigtert Blendempfindlichkeit. Wenn sie von einem entgegenkommenden Auto trotz Abblendlicht nur noch die Scheinwerfer wahrnehmen, dann ist es höchste Zeit für einen Gang zum Augenarzt.

Von solchen Mängeln wissen die meisten weniger als von nicht ausreichender Sehschärfe. Viele tragen deshalb auch eine Brille. aber viele dieser Brillen werden schon seit Jahren getragen, ohne dass einmal eine Kontrolluntersuchung gemacht wurde. Das Ergebnis stimmt nachdenklich, denn jeder vierte kurzsichtige Autofahrer hat die falsche Brille oder falsche Kontaktlinsen. Und viele leider gar nichts, obwohl ihre Augen schon länger korrekturbedürftig sind.

Von 40 Jahren an ist unsere Sehkraft in Gefahr. Deshalb empfiehlt es sich, im Abstand von fünf Jahren bis 45, im Abstand von zwei Jahren bis 60 und dann in Abständen von einem Jahr die Augen überprüfen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass dabei auch ernste Erkrankungen des Auges auffallen – wie etwa der grüne und der graue Star. Leider tragen die gesetzlichen Krankenkassen nicht die Kosten für solche Untersuchungen, die je nach Umfang bis zu 55 Euro kosten – eine Investition, die lohnt.

Übrigens: Erkennt ein Augenarzt bei einer Untersuchung Sehmängel, dann darf er diese Erkenntnisse nicht an Behördern wie zum Beispiel die Führerscheinstelle weitergeben. Allerdings sollte ein Autofahrer, dem der Sehtest Mängel an den Augen bescheinigt, alles tun, was zur Korrektur von Sehfehlern und zur Behandlung von Augenerkrankungen nötig ist. Und er sollte sich nicht bedenkenlos ans Steuer setzen,, denn als Fahrzeuglenker muss er fahrtüchtig sein – und hierzu stehen unbehandelte schwere Sehmängel im klaren Widerspruch. ivd

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