WIR MACHEN SCHULE : Bibliothek der  Herzen

Die Bücherei im Pappkarton. Eine Schülerin aus Neukölln hat ein Modell gebastelt, das zeigt, wie sie sich die neue Zentral- und Landesbibliothek wünscht. Foto: Georg Moritz
Die Bücherei im Pappkarton. Eine Schülerin aus Neukölln hat ein Modell gebastelt, das zeigt, wie sie sich die neue Zentral- und...Foto: Georg Moritz

In der nächsten Woche soll sich entscheiden, wer Architekt der neuen Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) am Tempelhofer Feld wird, am 16. und 17. Dezember tagt deshalb eine Jury. Etwa 100 Schüler der Regenbogen-Grundschule und der Röntgen-Oberschule in Neukölln sind deutlich schneller als die Erwachsenen. Ihre Entwürfe für den Neubau gibt es schon, bis 11. Januar sind sie in einer Ausstellung in der Berliner Stadtbibliothek zu sehen. In Workshops haben sich die Dritt- bis Zehntklässler gemeinsam mit Architekten und Künstlern überlegt, wie sie die Lage am grünen Feld nützen würden und was eine moderne Bibliothek braucht, damit sie dort gerne hingehen. Für eine goldene Bibliothek, eine Himmelsbibliothek und auch eine Gruselbibliothek gibt es Modelle. So unterschiedlich die Ideen, eines haben die Entwürfe quer durch die Altersgruppen gemeinsam: In einer Bibliothek soll man in Ruhe lesen können, aber nicht nur. Geht es nach den Schülern, hat man auch Platz zum Spielen und in manchen Ecken sind Essen, Trinken und Lautsein erlaubt. Ein Kind schlägt einen Geheimgang vor, ein anderes ein bewegliches Dach in Buchform, das man auf- und zuklappen kann. Die Schülerideen sollen in die tatsächliche Gestaltung der Bibliothek einfließen, sagt eine Sprecherin der ZLB. Eine Broschüre mit ihren Entwürfen soll im Februar dem Architekten übergeben werden. kal

Die Ausstellung „Meine ideale Bibliothek. Schüler_innen planen den Neubau der Zentral- und Landesbibliothek“ ist noch bis 11. Januar im Foyer der Berliner Stadtbibliothek zu sehen. Breite Straße 30-36, Mitte. Eintritt frei.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben