Wirtschaft : Die Beziehungen Berlins zu den arabischen Staaten

HANDEL

Der Anteil der arabischen Staaten an den Berliner Ausfuhren hat sich zwischen 2002 und 2012 fast vervierfacht und hatte zuletzt ein Volumen von fast 1,7 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Exportmärkten Berlins gehören Saudi-Arabien (Platz 4), die Vereinigten Arabischen Emirate (Platz 16), Irak (Platz 19) und Oman (Platz 25).
AKTIVITÄTEN

Zahlreiche Berliner Unternehmen unterhalten seit Jahren Geschäftsbeziehungen in Richtung Arabien. Die Berliner konzentrieren sich bislang vor allem auf Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, jedoch sind vereinzelt auch Unternehmen in Libanon, Jordanien und Nordafrika tätig.

INVESTITIONEN
Arabische Investoren interessieren sich zunehmend für Berlin und werden hier aktiv. Der Bau des Hotels Waldorf Astoria wurde durch die aus Abu Dhabi stammende Firma Harvest United Enterprises mitfinanziert. Die Fluggesellschaft Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hält 29,1 Prozent an der Fluggesellschaft Air Berlin. Ein weiterer Investor von dort, Microsol, hat 2012 wesentliche Teile der Insolvenzmasse des Berliner Solarmodulherstellers Solon erworben. Die Al Faisal Holding aus Katar erwarb kürzlich das Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz und das Hotel Maritim in Tiergarten.

POTENZIAL

Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent (2013) und 3,7 Prozent (2014) für die Region Nahost und Nordafrika. In Saudi-Arabien und Katar wird ein noch höheres Wachstum erwartet, in Irak rechnen die Wirtschaftsexperten mit einem Plus von rund neun Prozent. Tsp

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