Schule : Yamaha wird 50

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Wenn die YamahaHändler am heutigen Sonnabend zum Frühlingsfest einladen, dann geht es nicht nur um den freudigen Empfang künftiger Sonnenstrahlen. Die Motorradbranche des japanischen Konzerns begeht auch ihr 50-jähriges Bestehen. 1955 begann Nippon Gakki unter dem Namen seines ursprünglichen Firmengründers damit, die ersten Moppeds auf die Räder zu stellen.

Der 1851 in Nagasaki geborene Torakusu Yamaha hatte nämlich 1883 noch gar keine Motoren im Kopf, sondern Musik, als er seine Firma nahe der Stadt Hamamatsu eröffnete. Die Instrumente, die er baute, wurden bald berühmt, und das Unternehmen blühte auf – bis heute, denn bei Nippon Gakki sind immer noch Saiteninstrumente, Pianos, Orgeln und seit Jahrzehnten auch Geräte der Unterhaltungselektronik erhältlich.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieser Hersteller wegen seiner Feinmechaniker der Rüstung unterstellt, nun fertigte er vor allem Flugzeugteile. Zwar wurden die Fabrikanlagen im Krieg zerstört, doch danach startete die japanische Regierung eine Beschäftigungsoffensive. Sie vergab Fördermittel für den Aufbau der Kraftfahrzeugindustrie.

Nippon Gakki, mittlerweile von der Familie Kawakami geführt, baute zwar weiterhin Musikinstrumente, mochte aber die sich nun bietende Chance nicht verpassen. Zu Ehren des Firmengründers wurde der neue Konzernzweig Yamaha genannt, 1955 entstand die YA-1, eine 125er Zweitakter. Ende der 60er Jahre trat die XS 650 auf die Bühne, ein Kultbike bis heute. Auch die XS 1100 Anfang der Siebziger gewann viele Freunde. Kurz darauf erschienen die 500er Einzylinder, die XT und die SR 500, die es zu beachtlicher Bekanntheit brachten.

Heute umfasst das Yamaha-Angebot die gesamte Palette der Baustile, wobei die gerade erst erschienene MT-01 mit ihrem 1700 Kubik großen Vau-Twin und einem Drehmoment von 150 Newtonmetern wiederum das Zeug dazu hat, den Zweiradolymp zu erklimmen. gih

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