Schule : Zeit für eine Kontrolle der Sommerreifen

-

DER SICHERHEITSTIPP

Zwar ist es gerade wieder einmal etwas milder. Aber es sind schon wieder kalte Tage angekündigt. Und so ist es für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen derzeit einfach noch zu früh. Doch vorbereiten auf den Reifentausch kann man sich natürlich schon jetzt. Ohne großen Aufwand erledigt ist das, wenn man lediglich neue Sommerreifen kaufen muss, die man gleich montagefertig auf die Räder aufziehen lässt. Will man dagegen die im vergangenen Herbst eingelagerten gebrauchten Sommerreifen wieder benutzen, dann sollte man die jetzt genau kontrollieren.

Zeigen deren Flanken nämlich Beulen und Risse oder andere Schäden, sollte man sich von diesen Reifen trennen. Denn das Risiko, dass sich hinter diesen äußeren Beschädigungen schwere innere Schäden verbergen, ist einfach zu groß. Ist man sich nicht sicher, wie ernst die Beschädigungen sind, dann empfiehlt sich ein Gespräch mit einem Reifenfachmann. Das gilt insbesondere auch für Reifen, in die Fremdkörper, zum Beispiel Nägel, eingedrungen sind. manche davon lassen sich bedenkenlos entfernen, bei anderen, die tiefer in den Auch dann, wenn das Reifenprofil unregelmäßig abgefahren ist, sollte man einen Reifenfachmann zu Rate ziehen. Während in der Mitte starke abgefahrene Laufflächen dadurch entstehen können dass man ständig mit zu hohem Druck gefahren ist und eine stärkere Abnutzung zu beiden Seiten darauf hindeutet, dass man mit zu wenig Druck unterwegs war, können unregelmäßig abgenutzte Laufflächen ein Hinweis auf eine nicht korrekte Fahrwerkeinstellung oder auch defekte Stoßdämpfer sein.

Vielleicht haben Sie längst vergessen, dass Sie vor Monaten einmal viel zu hart an oder über eine Bordsteinkante gefahren sind. Unregelmäßig abgefahrene Reifen können in diesem Fall darauf hinweisen, dass dieses Manöver leider doch Spuren am Fahrwerk hinterlassen hat und deshalb eine Fahrwerksvermessung empfehlenswert ist.

Entscheidend vor der Montage der eingelagerten Sommerreifen ist schließlich auch ein Blick auf die Profiltiefe. Zwar erlaubt es der Gesetzgeber, Reifen bis zu einem Mindestprofil von 1,6 Millimeter abzufahren. Doch das Nutzen dieses Spielraums bis zum letzten Zehntelmillimeter kann sich schnell als falscher Weg zum Sparen erwiesen. Denn eine der wichtigsten Aufgaben des Reifenprofils ist es, bei der Fahrt auf nassen Fahrbahnen das Wasser abzuführen. Das klappt relativ problemlos, so lange noch bis zu drei Millimeter Profil vorhanden sind. Nimmt die Profiltiefe weiter ab, so dass der Reifen das Wasser nur noch unzureichend abführen kann, dann steigt das Aquaplaningrisiko drastisch. Reifenfachleute empfehlen deshalb, die Sommerreifen nur bis auf zwei Millimeter und Breitreifen sogar nur bis auf drei Millimeter abzufahren.

Noch strenger sind sie übrigens bei Winterreifen. Deren Profil sollte man nur bis auf 4,0 Millimeter abfahren. Mit Blick darauf sollte man vor dem Abmontieren der Winterreifen einmal nachmessen, wie viel Profil sie nach diesem Winter überhaupt noch haben. Liegen sie nur noch wenig über der Marke von 4,0 Millimeter, dann kann es durchaus sinnvoll sein, mit dem Wechsel auf Sommerreifen noch ein wenig zu warten und erst einmal die Winterreifen aufzubrauchen – denn moderne Winterreifen machen auch auf trockenen Fahrbahnen eine gute Figur. ivd

0 Kommentare

Neuester Kommentar