Ziel: "Schule für alle" : Parteitag der Linken im Zeichen der Bildung

Die Linkspartei behält ihr Ziel einer „Schule für alle“ fest im Blick. Um die Weichen entsprechend zu stellen, sollen auf dem Parteitag am kommenden Wochenende Beschlüsse gefasst werden, die diesem Ziel dienen, kündigte ihr Bildungspolitiker Steffen Zillich jetzt an.

Susanne Vieth-Entus

Die Linkspartei behält ihr Ziel einer „Schule für alle“ fest im Blick. Um die Weichen entsprechend zu stellen, sollen auf dem Parteitag am kommenden Wochenende Beschlüsse gefasst werden, die diesem Ziel dienen, kündigte ihr Bildungspolitiker Steffen Zillich jetzt an.

Ausgehend von dem Grundgedanken, dass keine Schule „auf Kosten der anderen existieren darf“, will die Linkspartei als kleiner Koalitionspartner erreichen, dass die Behindertenintegration nicht vor den Gymnasien halt macht. Dies solle auch für Lernbehinderte gelten, machte Zillich deutlich. Es könne nicht sein, dass die Integration Behinderter einzig Sache der künftigen Sekundarschulen sei. Im Übrigen müsse sichergestellt werden, dass auch besonders nachgefragte Schulen Behinderte aufnehmen.

Da die Sekundarschulen einen verpflichtenden Ganztagsbetrieb bis 16 Uhr bieten sollen, müsse man den Lehrern dort Arbeitsplätze anbieten, betonte Zillich weiter. Dafür brauche man ein neues „Musterraumprogramm“.

Wenn eine Schule einen hohen Teil problematischer Schüler fördere, müsse sie zusätzliche Gelder bekommen, fordert Zillich darüber hinaus: „Schulen mit ungleichen Voraussetzungen brauchen ungleiche Ressourcen“, lautet die Devise. Außerdem soll es zusätzliche Mittel für Schulen geben, die auf das obligatorische Sitzenbleiben verzichten: Damit sie die gefährdeten Schüler gezielter fördern können, sollen sie mehr Lehrer bekommen.

Weiteres Ziel der Linkspartei ist die Ausweitung der Pilotphase für die Gemeinschaftsschulen. „Wir wollen, dass weitere Schulen mitmachen können“, stellte Zillich klar. Das bedeute aber auch, dass die bisher bereitgestellten Mittel für Fortbildungen der Lehrer aufgestockt werden müssten. sve

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