SCHULHELFER FÜR BEHINDERTE : Mehr als 150 Betreuer fehlen

DER MANGEL

Zum Schuljahrsbeginn fehlen im Unterricht in Berlin noch rund 150 „Schulhelfer“. Diese spezialisierten Kräfte werden von Sozialverbänden ausgebildet und von diesen gemeinsam mit den Schulen beim Senat beantragt. Sie betreuen jeweils ein schwerstbehindertes Kind, das im Unterricht laufend individuelle Hilfen braucht.

DIE FOLGEN

Ohne „ihren“ jeweiligen Helfer können die oft mehrfachbehinderten Kinder nicht richtig lernen. Ein Kind ohne Arme hat zu wenig Schreibhilfen, ein gelähmtes Kind ist weniger mobil, ein autoaggressiver oder autistischer Schüler kann zur Belastung für die gesamte Klasse werden. Die Schulen sehen den Lehrplan gefährdet.

DIE URSACHEN

Die Schulen werfen der Bildungsverwaltung vor, sie habe ihre Förderanträge aus Personalmangel viel zu spät bearbeitet. Deshalb fehlten die nötigen Bewilligungen. Die Verwaltung kontert, jeder Antrag müsse auf seine Berechtigung hin sorgfältig geprüft werden. Dieses Verfahren könne noch zwei bis drei Wochen dauern. cs

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