Schulstart in Berlin : Alter Baustaub, fehlende Schulleiter, neue Schwerpunkte

Am Montag beginnt in Berlin das neue Schuljahr. Mit bekannten Problemen. Ein kleiner Überblick über Bau, Personal, Inklusion, Rahmenpläne.

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Bald geht's los. Am 10. September werden die Erstklässler eingeschult.
Bald geht's los. Am 10. September werden die Erstklässler eingeschult.Foto: Patrick Pleul/picture alliance / ZB

PROBLEME BEIM BAU
An diesem Montag beginnt das neue Schuljahr – aber nicht überall der Unterricht. Wie berichtet, ist etwa die Wilmersdorfer Judith-Kerr-Schule durch Bauarbeiten beeinträchtigt. Nach einem erneuten Rundgang am Sonntag sagte Leiterin Eva Heitmann, es sei wegen des Baustaubs noch immer nicht klar, ob in den Klassen 2 bis 4 Unterricht möglich sein werde. Sie will das Montag früh entscheiden.

Nuri Kiefer, Leiter der Gemeinschaftsschule Campus Hannah Höch in Reinickendorf erklärte, dass der Schulbetrieb „aufgrund verzögerter Baumaßnahmen nur mit starken Einschränkungen beginnen kann“.

LÜCKEN BEIM PERSONAL

Noch fehlen rund 120 Horterzieher. Um auch die Lücken bei der Lehrerausstattung zu finden, startet die Pädagogengewerkschaft GEW wie stets einen Rundruf und will am Donnerstag einen ersten eigenen Überblick geben. Klar ist schon jetzt, dass einige Schulen ohne reguläre Leitung dastehen.

Das prominenteste Beispiel ist die Internationale Nelson-Mandela-Schule: Wie berichtet, wehrte sich die Schulkonferenz gegen die einzige von der Verwaltung vorgeschlagene Bewerberin. Der Leiter der Sport-Eliteschule im Olympiapark, Matthias Rösner, soll nun doppelgleisig fahren. Das kann dauern, denn die Neubesetzung wird nicht mehr forciert – „um die Schulkonferenz abzustrafen“, wie ein Insider vermutet.

FORTSCHRITT BEI DEN REFORMEN
Die Inklusion schreitet voran – in diesem Schuljahr mit sechs weiteren Schwerpunktschulen und zwar für körperlich-motorische und geistige Entwicklung, für „Hören und Kommunikation“ sowie für Autismus. Weiter geht es auch mit den neuen Rahmenplänen: Da sie ab 2017/18 gelten, muss jetzt die Implementierung weitergehen – vor allem mit Fortbildungen und etlichen Konferenzen in jeder einzelnen Schule. Außerdem starten auch in Neukölln und Mitte die Jugendberufsagenturen.

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