Berlin : Schuluniformen: "Der Senat ist keine Kleiderkammer"

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Der Senat begrüßt die Diskussion um Schuluniformen. Er will aber kein Regelgesetz erlassen, das zum Tragen von Einheitskleidung verpflichtet, wie Schulsenator Klaus Böger (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus sagte. Er halte es für bildungspolitisch und rechtlich möglich, in den zuständigen Gremien der Schulen über das Thema Schuluniform zu beraten und zu beschließen, betonte der Politiker. Das könne Ausdruck einer besonderen Identifikation mit der Schule sein und vielleicht auch helfen, das Problem eines Wettbewerbs um die teuerste Kleidung in den Klassen zu lösen. Ebenso sei es auf diese Weise vielleicht leichter, dem Tragen bestimmter Kleidungsstücke als Ausdruck einer rechtsextremen Gesinnung entgegenzutreten. Böger wandte sich aber nachdrücklich dagegen, den Senat zum Anlaufpunkt in der Weise zu machen, "dass ich etwa Klassensätze von T-Shirts bestellen soll". Er bat darum, "den Senat nicht mit einer Kleiderkammer zu verwechseln".

Definitiv keine Rolle wird das Thema "Schuluniformen" im neuen Schulgesetz spielen. Das steht schon jetzt fest, auch wenn Böger den Entwurf erst am kommenden Montag vorstellen wird. Inzwischen kursieren in der Stadt verschiedene Varianten von "Vorentwürfen", weil in den vergangenen Wochen noch vieles umgeschrieben wurde, nachdem der Tagesspiegel das Papier vorgestellt hatte. Ab Montagmittag soll der aktuelle Entwurf, der allerdings noch mit den Schulgremien, der SPD und der CDU abgestimmt werden muss, im Internet stehen ( www.sensjs.berlin.de/Schulgesetz ). Dies bestätigte ein Sprecher Bögers.

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