• Schummelnder Kontrolleur: Fristlose Kündigung eines BVG-Mitarbeiters erneut bestätigt

Berlin : Schummelnder Kontrolleur: Fristlose Kündigung eines BVG-Mitarbeiters erneut bestätigt

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Das Berliner Landesarbeitsgericht hat am Mittwoch erneut die fristlose Kündigung gegen einen ehemaligen Kontrolleur der BVG für rechtens erklärt und eine Berufung zurückgewiesen. Bereits im Februar hatte das Arbeitsgericht in erster Instanz eine Klage von drei BVG-Kontrolleuren abgewiesen, die wegen Schummelns bei der Arbeit fristlos gekündigt worden waren und dagegen geklagt hatten.

Insgesamt 28 der bei der BVG als "Schaffner im Kontrolldienst" geführten Fahrscheinkontrolleure hatten ihre Arbeitsbögen falsch ausgefüllt und sich Arbeitsstunden gutgeschrieben, die sie nicht geleistet hatten. Ein Vorgesetzter hatte diese Mogelei gedeckt und mit Gutzeiten begründet, die er und seine Kollegen angeblich angesammelt hatten. Die dafür vorgesehenen Belege waren allerdings nicht ausgefüllt worden. Die BVG betrachtete das als Betrug und sprach in allen Fällen die fristlose Kündigung aus.

Mit dem Argument, sie hätten sich dem Gruppenzwang fügen müssen, versuchten zunächst drei ehemalige Kontrolleure gegen ihre fristlose Kündigung vorzugehen und eine Wiedereinstellung zu erwirken. Doch das Arbeitsgericht entschied damals, dass ein solcher Zwang auf keinen Fall Manipulationen bei der Arbeitszeit rechtfertige. Auf einen Vergleichsvorschlag mochten sich die Kläger nicht einlassen, sie bestanden darauf, weiterbeschäftigt zu werden. Das wiederum hatte die BVG abgelehnt. Nach der gestrigen Entscheidung gegen einen der Betroffenen stehen weitere Berufungsverhandlungen von Kontrolleuren aus.

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