Berlin : Schutzverein wittert in der Fussgängerzone eine Gefahr für die Passanten

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Bereits zum Fahrplanwechsel am 26. September soll ein Bus durch die Spandauer Fußgängerzone rollen. Die BVG hat nach Angaben von Baustadtrat Thomas Scheunemann (SPD) zugesagt, eine Linie durch die Breite Straße zu führen. Während sich der Kommunalpolitiker um eine Sondergenehmigung für einen Probelauf bemüht, hat der Fußgängerschutzverein bereits Bedenken angemeldet.

Wie berichtet, hatte die BVG mit der Eröffnung der S-Bahnstrecke zum Fernbahnhof am Rathaus zwei Buslinien vom U-Bahnhof Altstadt zurückgezogen. Daraufhin protestierten die Ladenbesitzer im Nordteil der Fußgängerzone wegen erheblicher Umsatzeinbußen.

Der Bus 231 soll jetzt als Ringlinie von Hakenfelde kommend die Fußgängerzone über die Breite Straße zum Rathaus durchfahren und über den Altstädter Ring in Gegenrichtung verkehren. So können laut Scheunemann die Straßencafés erhalten bleiben. Ohne "bürokratische Hemmnisse" möchte der Stadtrat testen, ob sich die neue Linie bewährt. Erst danach soll eine endgültige Entscheidung fallen, die Umbauten und widmungsrechtliche Veränderungen erforderlich macht. Bei der Straßenverkehrsbehörde wird der Antrag noch geprüft.

Beim Fußgängerschutzverein sieht man keine Notwendigkeit für eine Buslinie in der Altstadt. In einer kleinen Fußgängerzone wie in Spandau würde damit die Situation der Passanten verschlechtert, betonte Bundesgeschäftsführer Bernd Herzog-Schlagk. Angesichts der kurzen Wege zu den umliegenden Haltestellen sei die Planung "nicht nachvollziehbar".

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