Berlin : Schwager mit Messer attackiert

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Die Familie wollte nach dem Tanken gerade wieder losfahren, als Erhan Ö. ein Küchenmesser zog und grundlos seinen Schwager attackierte. Davon geht die Staatsanwaltschaft im Prozess wegen versuchten Mordes aus. Doch der 22-jährige Beschuldigte kann sich nach eigenen Angaben nicht an das Geschehen am 3. Juni 2012 an einer Tankstelle in Schöneberg erinnern. „Ich weiß nicht, wie es dazu kam, ich stand ziemlich unter Drogen“, sagte er am Montag vor dem Landgericht. Eigentlich habe er nichts gegen seinen Schwager und wisse nicht, warum er ihm etwas angetan habe.

Der Beschuldigte war aus dem Auto gestiegen, als das spätere Opfer den Wagen betankte. Nach dem Bezahlen kam es zum Messerangriff. Als sein Schwager fliehen wollte, soll Ö. den bereits verletzten Mann verfolgt haben. Ein weiterer Verwandter brachte den Angreifer zu Boden und übergab ihn der Polizei. Eigenen Angaben nach hatte Ö. die Modedroge Tilidin konsumiert und hat daher keine Erinnerung an die Tat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er aufgrund einer paranoiden Schizophrenie nicht schuldfähig war. Sie strebt seine Unterbringung in der Psychiatrie an. K.G.

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