Berlin : Schwarze Wolken

Werner van Bebber

macht der Stadtreinigung Konkurrenz So war es immer in den letzten Monaten des Jahres: Stromgaswassermüll – alles wird teurer. Es ist, als hätten die Versorger ein Zugriffsrecht auf das Weihnachtsgeld. Seitdem ein paar Monopole gebrochen sind, muss man den Zugriff nicht mehr wehrlos erdulden – der Telekom und der Bewag ist keiner ausgeliefert. Was den Müll anbelangt: Eine Gebührenerhöhung von satten 14 Prozent bringt einen zum Grübeln, zum Beispiel über private Müllverbrennungsanlagen. Die Entsorger von der BSR werden sich nicht wundern, wenn sie in Teilen Kreuzbergs oder Weddings am frühen Morgen, auf dem Weg zur Müllsammelschicht, alte Ölfässer an den Straßenecken stehen sehen, in denen private Entsorgergenossenschaften benutzte Babywindeln verbrennen. Der Gedanke, dass die BSR Konkurrenz braucht, ist nicht neu, die Erfahrung wäre es. Vielleicht würden die Saubermacher dann die Kosten senken, weniger Geld für roboterhaft-perfekte Straßenreinigungsmaschinen ausgeben und tun, was sie den Kunden abverlangen: täglich noch mehr sparen.

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