Berlin : Schweden-Möbel fürs Gründerzeitmuseum

Charlotte von Mahlsdorfs Nachlass kommt nach Berlin zurück

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Auf eine kleine SkandinavienTour bereiteten sich gestern Mitarbeiter des Fördervereins Gründerzeitmuseum Mahlsdorf vor: Aus dem mittelschwedischen Porlabrunn, wo Charlotte von Mahlsdorf bis 2002 gelebt hatte, holen sie aus dem Nachlass der Museumsgründerin mithilfe einer Spedition acht komplette Zimmereinrichtungen nach Berlin zurück. Dazu gehören Möbel für das Jagdzimmer, den Damensalon, das Kaminzimmer oder den Gartensaal. „Wir sind überglücklich, dass es uns gelungen ist, die Sammlung zu bekommen,“ sagte gestern Vereinsgeschäftsführerin Monika Schulz. Damit kann die bekannte Gründerzeit-Sammlung unerwartet vervollständigt werden.

Denn eigentlich hatte Charlotte von Mahlsdorf die Möbel der schwedischen Regierung vermacht. Aber die schlug das Inventar aus, was dem Verein in Berlin nicht ungelegen kam. Mit den Berliner Erben wurde ein Leihvertrag abgeschlossen – mit der Option, dass der Verein die Transportkosten, rund 10000 Euro übernimmt. Das kann er, weil es in dieser Höhe eine „Sympathie-Spende“ von Daimler-Chrysler gibt, die streng genommen für die Sanierung des alten Gutshauses Mahlsdorf, des Museumssitzes, gedacht war. „Natürlich hätten wir lieber erst das Haus saniert“, sagte Monika Schulz. Dafür braucht man allerdings 600000 Euro.

Am Mittwoch sollen die Möbel am Hultschiner Damm in Mahlsdorf ankommen. Wegen der Umgestaltung bleibt das Museum in der nächsten Woche geschlossen, am Ostersonntag können große Teile des Neuzugangs aber schon besichtigt werdenC.v.L

Weiteres im Internet unter

www.gruenderzeitmuseum.de

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