Berlin : Schweigen für die Opfer der Neonazis

Hunderte Menschen haben am Samstagmittag in elf deutschen Städten der Opfer rechtsextremer Gewalt gedacht. Unter dem Motto „Schweigen gegen das Schweigen“ kamen sie in Berlin am Brandenburger Tor zusammen, wo sie zum Gedenken an die zehn Opfer der Neonazi-Zelle Rosen niederlegten. Die Teilnehmer hatten sich zuvor über die Internetplattform Facebook zum sogenannten „Silentmob“ verabredet. Zu den mehreren hundert Teilnehmern der Berliner Gedenkveranstaltung gehörten auch Politiker, Schriftsteller und Verbandsvertreter wie Cicek Bacik, Vorstandssprecherin des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB). Sie rief die Gesellschaft zu Solidarität im Kampf gegen Rassismus auf. Bestürzt zeigte sich Bacik darüber, dass die Terrorgruppe NSU so lange unentdeckt blieb. In München verharrten rund 200 Menschen zur vereinbarten Zeit und hielten Rosen in die Luft. Ähnlich viele Teilnehmer kamen in Köln, Essen, Bielefeld und Düsseldorf zusammen.

Die weißen Rosen sollten zudem an die Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ im Nationalsozialismus und die roten Rosen an die Opfer des rechtsextremistischen Massakers im norwegischen Utöya erinnern, wie der Berliner Verein „Typisch Deutsch“ im Internet erklärte. dpa

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