Berlin : Schwindel bei Auktion von Dörflein-Erbe

Die Onlineversteigerung von Gegenständen aus dem Erbe des verstorbenen Knut-Ziehvaters Thomas Dörflein zieht offenbar Trittbrettfahrer an. Das Internet-Auktionshaus Ebay veröffentlichte am Montag ein Zusatzvermerk auf seinen Seiten, mit dem es Bieter darüber informierte, dass lediglich fünf offizielle Auktionen der beiden Kinder von Thomas Dörflein laufen. Die Kinder schreiben darin: „Wir bedauern, dass jetzt es Trittbrettfahrer gibt, die versuchen, aus unseren Auktionen Profit zu schlagen.“

Die Kritik richtet sich gegen einen Anbieter der „alten funktionsfähigen Seiko Uhr von Thomas Dörflein“. Der Verkäufer gibt an, die Uhr von Thomas Dörflein „war ein Geschenk von ihm, weil Thomas bei einer Panne geholfen wurde“. Das Gebot lag gestern Abend bei 30,49 Euro.

Dörfleins Kinder weisen jedoch darauf hin, dass sie aus seinem Nachlass ausschließlich den Opel Caravan, ein Elvis- Buch mit CD, ein Taschenmesser, einen Stoffgürtel sowie einen Schlafsack anbieten. Am gefragtesten ist offenbar das Taschenmesser: Am Sonntagnachmittag lag das Höchstgebot noch bei 112,34 Euro, Montagabend betrug es bereits 321 Euro. Bei der Auktion, die am 3. Januar um 17 Uhr endet, lag der Schlafsack, in dem er einst an der Seite des Eisbärbabys nächtigte, bei 256 Euro.

Die Mutter des Verstorbenen, Erika Dörflein, war gestern schockiert und fassungslos angesichts der Reaktionen einiger Medien, in denen ihr Enkel David wegen der Versteigerung attackiert wurde. „Er macht das doch nur, um mir bei den Kosten für das Grab zu helfen.“ddp/kög

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