Berlin : Sedlatzek-Räuber: Neue Spuren

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Nach und nach tauchen immer mehr Hinweise auf die zwei Täter auf, die am Abend des 12. September den Juwelier Sedlatzek am Kurfürstendamm beraubt haben. Nicht weit vom Tatort entfernt, im Hof der Fasanenstraße 7, fanden Anwohner jetzt Kleidungsstücke, die von einem der Täter stammen. Außerdem ließ der eine, vermutlich aus Osteuropa stammende Täter einen Hammer zurück, mit dem die Scheiben zertrümmert worden waren, die im Geschäft des Juweliers die Auslagen schützten.

Die mutmaßlichen Räuber hatten, wie berichtet, am Tattag gegen 18.30 Uhr das Geschäft betreten. Einer von ihnen bedrohte Kunden und Angestellte mit einer Pistole und zwang sie, sich auf den Boden zu legen. Sein Komplize zertrümmerte die Schutzscheiben und raffte die Auslagen zusammen. Die Uhren im Gesamtwert von 300 000 bis 400 000 Mark packte der Täter in eine Tasche. Beide flohen angeblich auf Mountain-Bikes und sollen sich an der Mommsenstraße getrennt haben. Im Hof der Fasanenstraße 7 stellte die Polizei allerdings ein altes rotbraunes Damenrad der Marke "Rhönrad" mit einem Einkaufskorb sicher. Nach Auskunft der Polizei liegt es seit dem Abend des Überfalls in dem Hof. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zeugen, die die Täter auf Mountain-Bikes gesehen haben wollen, sich geirrt haben.

In einem Glascontainer wurden ein weites Sweatshirt mit der Aufschrift "World of Dragon" und einem Drachenmotiv, weiße Stoffhandschuhe mit schwarzen Gumminoppen auf der Handfläche, eine grüne Adidas-Jogginghose sowie ein in Polen gekaufter Maurerhammer gefunden, an dem noch das Strichcode-Etikett klebte.

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