Berlin : Seiten aufgerissen, Fotos gesichtet

20 Schülerinnen waren zu Gast beim Tagesspiegel

So viel fröhliches Gelächter und aufgeregt-interessierte Gäste hat der Tagesspiegel lange nicht mehr erlebt: Gestern schauten mehr als 20 Mädchen beim „Girls’ Day“ hinter die Kulissen des Verlages an der Potsdamer Straße in Tiergarten. „Das ist cool hier und spannend“, sagte etwa Heba Al Ahmad aus der Klasse 5b der Kreuzberger Lenau-Grundschule, die mit Lehrerin Maja Lüdeker EDV-Abteilung und Fotoredaktion besuchte.

„Ich fand gut, dass wir uns frei im Gebäude bewegen und dass wir in der Wirtschaftsredaktion die Bilder mit aussuchen durften“, meinten Annika Beier und Nicolina Ostrowitzki aus der 6a des Schadow-Gymnasiums. Im Lokalteil erlebten sie mit, wie man „eine Seite aufreißt“ - sie am Computer entwirft. Tagesspiegel-Volontärin Katja Reimann erklärte Marta Giesen und Sara Amend, beide 12, von der Schadow-Schule, dass man, um Journalistin zu werden, „am besten ein Fach studieren sollte, das einen richtig begeistert“. Henrike Eisenhuth vom Rückert-Gymnasium erfuhr, dass die Abinote wichtig sei fürs Studium vorm Volontariat. Während der Redakteursausbildung könne man sich Stationen wünschen, „ich würde zum Beispiel gern während der Olympischen Spiele im Sport arbeiten“, sagte Reimann. In einer der – wenigen – männerlastigen Abteilungen erklärte Redakteur Hartmut Moheit, wie er den Hoppegarten-Artikel recherchierte.

Im Archiv blätterten die Mädchen durch alte Mauerfotos. Miriam Schröder vom Tagesspiegel-Magazin B-max erzählte, dass junge Journalistinnen sich in der teils von Männern dominierten Wirtschaftswelt schon mal durchsetzen müssen. Ursula Weidenfeld, stellvertretende Chefredakteurin, berichtete vom Alltag als Chefin und Mutter. Der Verlag hat mit 51,7 Prozent männlichen Mitarbeitern indes nicht allzu viel aufzuholen bei der Gleichberechtigung. Das wohl schönste Kompliment kam von Henrike: „Die Leute hier haben eine nette Ausstrahlung“. kög

Fotos vom Girls’ Day im Internet:

www.tagesspiegel.de/berlin

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