Berlin : SEK stellte Schlecker-Räuber auf frischer Tat Mutmaßliche Täter

sind 15, 17 und 18 Jahre alt

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Für die Kinder in der Schierker Straße in Neukölln war der gestrige Nachmittag an Aufregung kaum zu überbieten. „Jemand schrie, mehrere Männer liefen aus dem Markt und Polizisten mit Sturmhauben hinterher“ – so hat eine Zwölfjährige die Festnahme von drei Räubern, die den „Schlecker“Drogeriemarkt überfallen haben, erlebt.

Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) haben die drei Täter gegen 15.30 Uhr überwältigt, als sie mit ihrer Beute aus dem Laden flüchten wollten. Die Räuber – 15, 17 und 18 Jahre alte türkische Jugendliche aus Neukölln – waren kurz zuvor in den Drogeriemarkt eingedrungen, hatten die Angestellte mit einer Waffe bedroht und das Geld aus der Kasse verlangt. Die Beamten des Raubkommissariates hatten die drei Räuber schon länger im Visier: Sie stehen im Verdacht, eine Serie von Überfällen auf mehrere Schlecker- Märkte verübt zu haben. Seit März 2004 waren insgesamt sieben Filialen der Drogerie- Kette in Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg und Neukölln ausgeraubt worden. Wie viele davon das jetzt gefasste Trio überfallen hat, ermittelt die Kripo derzeit noch. Alle drei sind jedoch wegen Raubtaten bereits bei der Polizei bekannt.

Schlecker-Filialen gelten als „überfallfreundlich“: Aus Kostengründen ist zumeist nur eine Kassiererin pro Laden angestellt. Oftmals verfügen die Filialen nicht über ein Telefon. „Die Angestellte in diesem Laden war auch immer alleine. Sie ist schon das zweite Mal überfallen worden und will bald aufhören in dem Job“, erzählte eine Anwohnerin.

Bereits mehrere Banden, die sich auf Schlecker-Filialen spezialisiert hatten, konnte die Polizei in der Vergangenheit festnehmen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi werde pro Tag deutschlandweit eine der 11000 Schlecker-Filialen überfallen.tabu

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