Berlin : Selbstmordversuch: Rettungsaktion auf Autobahnbrücke

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In einer dramatischen Rettungsaktion hinderten gestern Mittag Polizeibeamte und BSR-Mitarbeiter eine 23-jährige lebensmüde Frau daran, von der Autobahnbrücke an der Seidelstraße auf die Fahrbahn zu springen. Gegen 11 Uhr kletterte die in Hermsdorf wohnende Frau über das Brückengeländer und wollte sich in die Tiefe stürzen. Zwei zufällig vorbeikommende Beamte des Landeskriminalamtes sahen die Frau, die bereits über das Brückengeländer gestiegen war und auf einem schmalen Brückensims über der Autobahn kauerte. Auf der Brücke lagen ihre Schuhe. Auch einen Rucksack mit persönlichen Dingen hatte sie dort abgestellt.

Die Beamten schlichen sich an die Frau heran und ergriffen sie durch die Spalten des Geländers. Während ein Polizist die heftig strampelnde Frau festhielt, holte sein Kollege Hilfe. Die ersten Personen, die er fand, waren zwei Mitarbeiter der BSR, die halfen, die noch immer strampelnde Frau, die sich aus dem Griff der Männer befreien wollte, über das Geländer zu heben.

Zuvor war vorsichtshalber bereits die Autobahn gesperrt worden, um zu verhindern, dass die Frau überfahren wurde, falls es ihr trotz aller Bemühungen gelingen sollte, sich aus dem Griff der Helfer zu befreien und in die Tiefe zu springen. Für rund 30 Minuten ruhte auf der Strecke des Stadtrings, die die Seidelstraße unterquert, der gesamte Fahrzeugverkehr.

Auch als die Feuerwehr die Frau in ein Krankenhaus bringen wollte, wehrte sie sich heftig. Verletzt wurde dabei niemand. Als Motiv für die Verzweiflungstat nannte die junge Frau nicht näher beschriebene persönliche Motive, teilte ein Polizeisprecher mit.

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