Berlin : Seligkeit im Foyer

Premiere in der Komischen Oper

-

STADTMENSCHEN

„Tausend kleine Englein singen, hab’ dich lieb!“ Bei der Premierenfeier zur „Csárdásfürstin“ in der Komischen Oper am Sonntagabend wallte sie wieder auf, die Operettenseligkeit. Irgendwie war es wunderbar, im Foyer zu stehen und das Büfett zu plündern, als ob es das letzte wäre. „Hurra, hurra! Man lebt nur einmal. Und einmal ist keinmal. Nur einmal lebt man ja.“ Diesem Motto der 1915 uraufgeführten Operette folgte man zum Saisonauftakt zu gerne. Schließlich wurde die Inszenierung von Hausherr Andreas Homoki ja auch aus berufenem Munde gelobt. Yvonne Kálmán , die Tochter des in Ungarn geborenen Komponisten Emmerich Kálmán, besuchte die Proben und kam auch zur Premiere. Sorgsam achtete sie darauf, dass selbst im Jahr 2003 das Happy End im Werk des Vaters nicht fehlt. Und war begeistert. Die Botschafter von Ungarn und Österreich, Sándor Peisch und Christian Prosl , bewiesen als eingespieltes k.u.k.-Doppel verschmitzte Eleganz beim Vortragen der Grüße, die hiesigen Politikern meist fremd bleibt. Trotzdem versuchte sich der Regierende Klaus Wowereit an launigen Worten. Allen gemein war ein gewisser Stolz. Sogar den Bundespräsidenten hatte sie ereilt: die legendäre Operettenseligkeit. UA

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben