Berlin : Senat fordert zum Bau von Parkplätzen für Umsteiger auf

kt

Berlin soll sich am Bau von Park &Ride-Plätzen im brandenburgischen Umland finanziell beteiligen, forderte gestern der Landrat von Teltow-Fläming und Aufsichtsratsvorsitzende des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Peer Giesecke. Schließlich profitiere auch Berlin durch weniger Verkehr auf der Straße davon, wenn Brandenburger ihr Auto an einem Bahnhof stehen lassen und mit dem Zug nach Berlin fahren, begründete Gieseke seinen Vorstoß. Der Chefplaner der Senatsverkehrsverwaltung, Ural Kalender, reagierte zurückhaltend. Im Verkehrsverbund müssten alle Beteiligen zusammenarbeiten, sagte er. Entscheidungen könne man erst treffen, wenn ein Konzept vorliege.

Ziel des Verkehrsverbundes sei es, dezentrale Abstellflächen für Autos in der Nähe von Bahnhöfen zu schaffen, sagte Verbund-Chef Uwe Stindt. Bei einem Erfolg müssten die Plätze für eine Kapazität von bis zu 5000 Fahrzeugen ausgebaut werden können, ergänzte Gieseke. Der Verbund hofft dabei vor allem auf Flächen der Bahn, die diese nicht mehr für den Betrieb benötigt. Bisher war die Bahn allerdings nicht bereit, Grundstücke günstig abzugeben.

Dabei soll vor allem auch sie von der Anlage der Parkplätze profitieren. Nach Stindts Angaben hat die Zahl der Fahrgäste auf den Regional-Express-Linien seit dem Start des Verbundes am 1. April um bis zu 15 Prozent zugenommen. Dies hätten eigene Zählungen ergeben. Widerspruch kommt von der Bahn, die erheblich niedrigere Werte angibt.

Auch auf Mieten und Kaufpreise für Eigenheime wirke sich der Verbund aus, sagte Stindt weiter. In der Nähe von Bahnhöfen seien die Mieten um 5 Prozent, die Preise für Häuser sogar um 8 Prozent gestiegen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben