Berlin : Senat hält weitere Lücke in East Side Gallery für unnötig

Bauen am Denkmal. Die Vorbereitungen zum Aushub der Baugrube für den Luxuswohnturm von Living Bauhaus laufen weiter. Foto: Soeren Stache/dpa
Bauen am Denkmal. Die Vorbereitungen zum Aushub der Baugrube für den Luxuswohnturm von Living Bauhaus laufen weiter. Foto: Soeren...Foto: dpa

An der East Side Gallery favorisiert der Senat weiterhin die „kleine Lösung“. Eine Erschließung der geplanten Häuser ohne zusätzlichen Mauerdurchbruch sei „technisch machbar“, sagte Senatssprecher Richard Meng nach einem Gespräch zwischen Fachleuten der beteiligten Behörden von Senat und Bezirk beim Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Die Investoren nahmen an diesem Treffen nicht teil. Es sollen „zeitnah weitere Gespräche“ mit ihnen geführt werden. „Jetzt brauchen wir den guten Willen der Investoren.“ Einer sagte in der RBB-Abendschau jedoch, die alternativ geplante Erweiterung einer bereits bestehenden Mauerlücke würde für den Autozulieferverkehr nicht ausreichen.

Indirekt erteilte Meng einer „großen Lösung“, also der Suche nach einem Ersatzgrundstück, eine Absage. „Das ist kein Weg, der irgendwie erfolgversprechend ist. Wir wollen Investitionen nicht verhindern.“ Es sei Aufgabe von Bezirksbürgermeister Franz Schulz, den Investoren andere Lösungen anzubieten. Schulz (Grüne) hatte den Senat zuvor aufgefordert, in der Innenstadt Ersatzgrundstücke zu suchen. In einer Resolution hatten die Bezirksverordneten von Friedrichshain-Kreuzberg gefordert, die East Side Gallery nicht zu einem „Gartenmäuerchen“ für Hochhäuser verkommen zu lassen. Neben Grünen, Linken und Piraten schloss sich auch die Bezirks-SPD dieser Resolution an. Auch in der CDU stößt die Bebauung auf Kritik. Der haushaltspolitische Sprecher, Christian Goiny, hielte es für die „ideale Lösung“, den Freiraum an der Mauer zu erhalten. loy

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben