Berlin : Senat sagt den Bezirken acht Millionen Mark zu - Programm für schönere Plätze

mkr

Die Finanznot der Bezirke hatte viele Brunnen in den letzten Jahren versiegen lassen. Jetzt, passend zum Frühlingsbeginn, hat das Land Berlin den Bezirken acht Millionen Mark zugesagt, damit die Wasserspiele in Zukunft wieder sprudeln. In den letzten Jahren konnten die Bezirke die Kosten für die Reparaturen und den Betrieb nicht mehr bezahlen. Der einzige Ausweg bot sich durch private Sponsoren. Bekanntestes Beispiel ist der "Wasserklops" am Breitscheidplatz in Charlottenburg, für den die Arbeitsgemeinschaft City auch diese Saison wieder zahlt.

Jetzt soll von Senatsseite unter dem Motto "Berlin soll schöner werden" die Sanierung von 30 Brunnen in Angriff genommen werden. Fünf davon stehen nach den Worten von Peter Strieder, SPD-Senator für Stadtentwicklung, bereits fest: Der Neptunbrunnen in Mitte soll für 250 000 Mark abgedichtet und dann zum Sprudeln gebracht werden. Weitere Fontänen, die eine Finanzspritze erhalten sind der Märchenbrunnen im Neuköllner Schulenburg-Park (500 000 Mark), der Cuvrybrunnen in Kreuzberg (60 000 Mark), der Wassertempel in Reinickendorf (60 000 Mark) und die Kogge in Lichtenberg (30 000 Mark). Welche weiteren Brunnen in das Programm aufgenommen werden, entscheide sich in den nächsten Tagen, sagte Strieders Pressesprecherin Dagmar Buchholz. Kriterien für die Auswahl seien die städtische Bedeutung, die Ausstrahlung für den Kiez und der bauliche Zustand "Erste Hilfe".

Die Bezirke haben indes eine Wunschliste an Strieders Verwaltung geschickt. Dazu gehören die Kaskaden am Fernsehturm, der Brunnen auf dem Alexanderplatz, der Spindlerbrunnen am Spittelmarkt und die Brunnen am Pariser Platz. Auch der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain, der seit langem versiegt ist, und das Wasserspiel auf dem Strausberger Platz sind wieder dabei. Prenzlauer Berg möchte, dass der Stierbrunnen am Arnswalder Platz, der Brunnen an der Ecke Erich-Weinert-Straße / Prenzlauer Allee und der Fischjungenbrunnen wieder fließen.

Auch heruntergekommene Plätze will das Land mit 12 Millionen Mark sanieren. Hier sollen 20 Plätze in zwölf Bezirken unter anderem durch Blumenbeete verschönert werden. Das Geld soll vor allem für Areale in Wohngebieten verwendet werden, um diese aufzuwerten, sagte Dagmar Buchholz. "Damit die Menschen merken, dass sich nicht nur was in der City tut, sondern auch in ihren Kiezen."

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