Berlin : Senat und Bund wollen Tempelhof 2008 schließen

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Nach dem Senat hat gestern auch der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft bei der vorgesehenen Schließung des Flughafens Tempelhof dem Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts zugestimmt. Demnach würde der Flugbetrieb am 31. Oktober 2008 eingestellt. Ob der Vergleich zustandekommt, hängt weiter von den 13 Klägern ab. Auch sie müssten alle dem Vorschlag der Richter zustimmen, nach dem die Schließung des Flughafens um ein Jahr verschoben werden soll. Gegen den Beschluss, den Betrieb am 31. Oktober 2007 einzustellen, hatten Tempelhofer Fluggesellschaften und Unternehmen geklagt.

Sie sind mit dem Vergleichsvorschlag nicht zufrieden. Ihr Ziel ist nach wie vor, den Flugbetrieb mindestens bis zur Eröffnung des ausgebauten Flughafens in Schönefeld aufrechtzuerhalten. Das Gericht hatte die einjährige Verlängerung des Flugbetriebs vorgeschlagen, weil Schönefeld dann für die Kunden, die heute von Tempelhof fliegen, besser zu erreichen sein wird. Im Mai 2008 soll die Autobahn durchgängig vom Stadtring bis zum Flughafen und weiter zum Berliner Ring führen.

Nach Schönefeld ziehen soll die Geschäftsfliegerei. Die Liniengesellschaften dagegen sollen in Tegel unterkommen. Die vom Gericht gesetzte Frist - 10. Januar, 12 Uhr – werde man ausnutzen, um den Vorschlag intensiv zu prüfen, heißt es bei dem Luftfahrtunternehmen Windrose Air. Lehnt auch nur ein Kläger den Vergleich ab, will das Oberverwaltungsgericht am 15. Januar seine Entscheidung verkünden. Der Senat kann den Schließungstermin 2008 aber auch einseitig akzeptieren. Dann gäbe es am 30. Januar eine neue Verhandlung.

Keine Rolle spielte auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung nach Tagesspiegel-Informationen der Vorschlag der Bahn, den Flugbetrieb in Tempelhof in eigener Regie weiter zu betreiben. Auch die Vertreter des Bundes haben dem Vergleichsvorschlag zugestimmt und so den Schließungstermin 2008 bestätigt.kt

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