Berlin : Senats-Initiative: Bald sind fast alle Schulen im Internet

ths

Die Schulen sollen Schüler noch schneller und besser mit Computer und Internet vertraut machen. Bis Ende 2000 werden voraussichtlich 808 Berliner Schulen (rund 91 Prozent aller Schulen) mit Internetanschlüssen versorgt sein. Dies kündigte Schulsenator Klaus Böger gestern anlässlich der Gründung einer gemeinnützigen GmbH an, die den Computer-Unterricht effektiver und flexibler fördern soll. Sie ist aus der Senats-Initiative "CidS" hervorgegangen, die die Schulen seit Dezember 1997 mit Computern ausstattet.

Aus Fehlern habe man gelernt, sagte Schulsenator Klaus Böger, man werde jetzt einiges besser machen. Zwar wurden viele Schulen mit modernen Computeranlagen ausgestattet, jedoch hatten einige Schulen über einen Mangel an technischer Betreuung geklagt. So blieben teure Computersysteme ungenutzt, weil niemand wusste, wie die Geräte anzuschließen waren. Traten bei angeschlossenen Rechnern Fehler auf, fehlte oft der Wartungsservice.

37,5 Millionen Mark seien bisher in das CidS-Programm geflossen, sagte Böger. Erst vor wenigen Tagen hatte die Lottostiftung weitere 10 Millionen Mark bewilligt. Bis 2004 stehen CidS jährlich 19 Millionen Mark zur Verfügung. Davon sollen künftig 7,5 Millionen Mark für Fortbildung und Systembetreuung verwendet werden. Die technische Betreuung soll zum einen Teil durch Werkverträge an private Firmen delegiert werden, zum anderen Teil sollen versierte Lehrer für solche Arbeiten zusätzlich honoriert werden. Dafür werden Fortbildungskurse angeboten.

An dem Projekt beteiligt sind die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, die Bankgesellschaft Berlin sowie die Berliner Industrie- und Handelskammer.

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