Berlin : SenatsagtFluggesellschaften ab: Kein Bedarf für Tempelhof

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Für eine Fortsetzung des Flugbetriebs in Tempelhof durch private Fluggesellschaften besteht kaum noch eine Chance. Der Senat hat es abgelehnt, mit den an einer Übernahme interessierten Gesellschaften zu verhandeln. Für den Fortbestand des Flughafens gebe es keinen Bedarf, heißt es in einem Schreiben der Stadtentwicklungs und der Finanzverwaltung an die Interessenten.

Die Gesellschaften Germania, Windrose und Cirrus hatten angeboten, den Betrieb zu übernehmen, nachdem die bei der Stadtentwicklungsverwaltung angesiedelte Luftfahrtbehörde die Berliner Flughafengesellschaft (BFG) zum 30. Oktober von der Betriebspflicht für Tempelhof befreit hatte. „Wenn der Senat nicht will, können wir nichts machen“, sagt Germania-Geschäftsführer Wolfgang Vieweg, hofft aber auf Unterstützung durch die Wirtschaft.

Über die Klagen mehrerer Fluggesellschaften sowie des Bundesfinanzministeriums gegen die Befreiung von der Betriebspflicht will das Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren „rechtzeitig“ vor der geplanten Aufgabe des Flugbetriebs Ende Oktober entscheiden. Die privaten Gesellschaften benötigten für die Organisation des Weiterbetriebs eine Vorlaufzeit von etwa zwei Wochen, sagte Vieweg.

Zwei Gesellschaften sind bereits von Tempelhof nach Tegel gezogen. Ob auch die größte, „SN Brussels“, folgen wird, ist ungewiss. Die Gespräche mit der Flughafengesellschaft seien noch nicht abgeschlossen, hieß es gestern. kt

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