SERIE BERLINER Chronik : 10. Juni 1990

Mit der Währungsunion wird es ernst, nicht alle Parteien finden das gut

JAHRE

EINHEIT

Auf dem SPD-Parteitag in Halle appelliert DDR-Außenminister Markus Meckel an die West-SPD und Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine, dem Staatsvertrag zur Währungsunion zuzustimmen, damit er zum 1. Juli in Kraft tritt. Auch Parteichef Hans-Jochen Vogel (West) sagt als Gast, der Staatsvertrag dürfe nicht scheitern, da „ein unbeherrschbares Chaos die Folge wäre“. Wolfgang Thierse wird zum Parteivorsitzenden gewählt. Vorgänger Ibrahim Böhme ist wegen des Vorwurfs, er sei IM gewesen, zurückgetreten. Er bestreitet dies.

Die Grünen betonen auf ihrem Parteitag in Dortmund, dass sie den Staatsvertrag zur Währungsunion als „undemokratisch“ und gesamtdeutsche Wahlen noch 1990 als „kalten Anschluss der DDR“ ablehnen. Sie fordern eine verfassungsgebende Versammlung und eine Volksabstimmung über die gesamtdeutsche Verfassung. Gewählt wird eine stärker links orientierte Führung. Erster Sprecher: Hans-Christian Ströbele aus Berlin. Gru

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