SERIE BERLINER Chronik : 10. März 1961 Jahre Mauerbau

 West-Berliner Jugendliche werden in Ost-Berlin als „S-Bahn-Rowdys“ verurteilt

Das Ost-Berliner Stadtgericht verurteilt drei West-Berliner „S-Bahn-Rowdys“ zwischen 17 und 19 Jahren zu vier, drei und zwei Jahren Gefängnis. Sie haben laut Gericht auf den Bahnhöfen Treptower Park, Neukölln, Schöneberg, Tempelhof und Charlottenburg randaliert, Wagen demoliert und zwei Transportpolizisten der DDR- Reichsbahn niedergeschlagen. Die „Berliner Zeitung“ schreibt: „Es sind Frontstadtfiguren, Elemente, willige Werkzeuge der kalten Krieger in Schöneberg, Rabauken, die vom Leben in Westberlin geformt wurden, auch Opfer der anomalen Umstände. Kino, Kneipen, Schmutz und Schund animierten sie zu dieser Tat.“ 1960 habe es 2400 Gewaltakte gegen die S-Bahn, Reichsbahner und Transportpolizisten gegeben. Der Sachschaden betrage mehr als 100 000 Mark, 100 Wagen habe man aus dem Verkehr ziehen müssen. In der West-Presse heißt es, in dem Prozess sei versucht worden, die Beschädigungen politisch gegen West-Berlin auszunutzen. Gru

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