SERIE BERLINER Chronik : 17. August 1990

Aus reichen Hongkong-Chinesen sollen DDR-Bürger werden

JAHRE

EINHEIT

Die DDR-Regierung will 52 Personen aus der Industrie- und Finanzwelt Hongkongs die Staatsbürgerschaft verleihen, und sie im Gegenzug um Milliardeninvestitionen bitten. Innenminister Peter-Michael Diestel empfiehlt in seiner Kabinettsvorlage, der Bitte aus humanitären Gründen und im Interesse einer schnellen Belebung der Wirtschaft nachzukommen. Die Investoren erhofften sich eine gesicherte Existenz „in Demokratie und Freiheit“, wenn die britische Kronkolonie mit Auslaufen des Pachtvertrages 1997 an China fällt. Auch anderswo in Europa bemühten sich Hongkong-Chinesen um die Staatsbürgerschaft. Nach DDR-Recht entscheidet der Ministerrat über Einbürgerungen.

Die deutschen Nationalen Olympischen Komitees wollen sich noch in diesem Jahr, spätestens Anfang 1991, zusammenschließen. Die NOK-Präsidenten Willi Daume (West) und Joachim Weißkopf konferieren darüber in Ost-Berlin mit IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch, der Unterstützung zusagt. Der Weltstandard der DDR-Leistungssportler müsse erhalten bleiben, betont Daume. Gru

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