SERIE BERLINER Chronik : 19. Juli 1990

Die Arbeitnehmer der DDR erhalten künftig deutlich mehr Gehalt

JAHRE

EINHEIT

Die Bezüge der Arbeitnehmer in der DDR steigen aufgrund neuer Tarifverträge beträchtlich. So erhalten die 650 000 Beschäftigten im Einzelhandel, die kürzlich aus Protest gegen befürchtete Massenentlassungen zu Tausenden auf die Straße gegangen waren, für August einen Teuerungszuschlag von 300 DM und von September an monatlich 150 DM mehr Gehalt. Dies haben die Tarifparteien ausgehandelt. Die Bezüge der circa 15 000 Arbeitnehmer im Bereich Heizungs-, Klima- und Sanitäranlagen werden um rund 65 Prozent angehoben. Der Stundenlohn der Facharbeiter steigt von 6,97 auf 11,52 DM. Zudem wird zum 1. Juli 1991 die 40-Stunden- Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt (bisher 43 ¾).

Die DDR-Regierung beschloss nach Mitteilung von Regierungssprecherin Angela Merkel weitere Stützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft. Noch für Juli seien Anpassungshilfen in Höhe von 300 Millionen DM vorgesehen, für August von 400 Millionen DM. Gru

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