SERIE BERLINER Chronik : 20. August 1990

Die Verbraucherpreise in der DDR sind seit der Währungsunion stark gestiegen

JAHRE

EINHEIT

Nach Mitteilung des Statistischen Amtes der DDR sind die Verbraucherpreise seit der Währungsunion mit der Bundesrepublik, also seit dem 1. Juli, um 7,5 Prozent gestiegen. So kosteten Brot- und Backwaren im Juli in D-Mark doppelt so viel wie im Juni in DDR-Mark. Fleisch- und Wurstwaren wurden 40 Prozent, der Verzehr in Gaststätten sogar 88 Prozent teurer. Billiger wurden beispielsweise Kaffee, Schokolade, Südfrüchte, Fernsehgeräte und elektrische Haushaltsgeräte. Bundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann erläutert, der Abbau der hohen Subventionen habe zwangsläufig zu höheren Preisen geführt. Insgesamt bewerte er die Entwicklung positiv.

Der Vorsitzende der DDR-Treuhandanstalt, Horst Gohlke, tritt nach nur fünf Wochen im Amt zurück. Nachfolger wird der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende der Treuhand, der westdeutsche Spitzenmanager Detlev Karsten Rohwedder. Als Gründe für den Wechsel werden eine für Gohlke „unüberschaubar gewordene Arbeitsbelastung“ und „unterschiedliche Auffassungen“ zwischen Vorstand und Verwaltungsrat genannt. Gru

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