SERIE BERLINER Chronik : 28. März 1990

JAHRE

EINHEIT

Nach zweijährigem politischen Tauziehen gibt der Senat grünes Licht für den begrenzten Ausbau des Flughafens Tegel. Bausenator Wolfgang Nagel weist das Bezirksamt Reinickendorf an, die von der Berliner Flughafengesellschaft beantragte Überbauung des Parkplatzes P2 mit einem Parkhaus und einer Abfertigungshalle zu erteilen, denn alle rechtlichen Voraussetzungen seien erfüllt.

Der Senat hatte die Genehmigung unter anderem davon abhängig gemacht, dass die Fluggesellschaften lärmarme Maschinen einsetzen. Dies wurde erfüllt beziehungsweise zugesagt. Langfristig sei der Flughafen Tegel allerdings wegen seiner städtischen Lage nicht zeitgemäß, sagt Nagel. Das bis heute genutzte sechseckige Hauptterminalgebäude am südlichen Ende des Flughafens war 1974 eröffnet worden.

Das rot-grüne Verkehrsberuhigungskonzept kostet reichlich Geld. 4,5 Millionen D-Mark werden in den nächsten drei Monaten für Verkehrsschilder ausgegeben, die überall in West-Berlin Tempo-30-Zonen ausweisen. Verkehrssenator Horst Wagner erklärt, nur noch 27 Prozent des Straßennetzes dürften weiter mit Tempo 50 befahren werden. Die CDU lehnt das Konzept ab. Damit werde die Stadt isoliert und erneut geteilt, so die Befürchtung. Auch würden mehr Lastwagen gebraucht, da sie langsamer vorankämen. Gru

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben