SERIE BERLINER Chronik : 28. Mai 1990

Das frei gewählte Stadtparlament Ost-Berlins tritt erstmals zusammen

JAHRE

EINHEIT

Im Roten Rathaus konstituiert sich feierlich die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung, die am 6. Mai erstmals frei gewählt worden ist. Sie zählt statt 225 nur noch 138 Köpfe, genau so viele wie das West-Berliner Abgeordnetenhaus. Die Pharmazeutin Christine Bergmann (SPD) wird zur Präsidentin gewählt. Gäste aus dem Westteil der Stadt sind Parlamentspräsident Jürgen Wohlrabe CDU), der Regierende Bürgermeister Walter Momper (SPD), die Fraktionschefs der Christdemokraten- und Sozialdemokraten, Eberhard Diepgen und Ditmar Staffelt, ein AL-Vertreter sowie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Heinz Galinski. Die Stadtverordneten setzen noch am selben Tag einen Einheitsausschuss ein. Sie beschließen ferner, dass auch die Bezirksämter durch Koalitionen gebildet werden können. Somit hat die PDS, die bei der Wahl in fünf der elf Ost-Bezirke stärkste Partei wurde, kaum Chancen, dort Bezirksbürgermeister und Stadträte zu stellen. SPD und CDU lehnen die Zusammenarbeit mit den SED-Nachfolgern ab. Gru

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben