SERIE BERLINER Chronik : 31. Mai 1990

Getrennte Straßen wachsen zusammen und de Maizière sehnt den 1. Juli herbei

JAHRE

EINHEIT

Die DDR-Regierung will nach den Worten von Regierungssprecher Gehler dafür sorgen, dass bis zur Währungsumstellung am 2. Juli alle durch die Mauer getrennten Berliner Straßenverbindungen wiederhergestellt werden. Künftig solle es keine Straßen mehr geben, „die plötzlich enden“. Dies haben sich auch der Magistrat und der Senat vorgenommen. Das Technische Hilfswerk Berlin erklärt sich bereit, ehrenamtlich beim Abriss der Mauer zu helfen. Auf dem West-Berliner CDU-Parteitag in Neukölln wird DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière mit stehenden Ovationen begrüßt. Er sehne den 1. Juli herbei, den Tag der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, denn der Juni werde sicher ein „schwieriger Monat“, sagt er, wegen der „Berufspessimisten, Kaffeesatzleser und Angstmacher“. CDU-Chef Eberhard Diepgen will nicht verhehlen, dass die Währungsunion auch Probleme mit sich bringe. Er drängt zu gesamtdeutschen und Gesamtberliner Wahlen noch 1990. Gru

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar