SERIE BERLINER Chronik : 5. Mai 1961 Jahre Mauerbau

Ein Kriegsverbrecher wird verhaftet. Und die Menschen flüchten in den Westen

Der West-Berliner Bau-Unternehmer Heinz Jentzsch wird in seiner Wohnung in Charlottenburg verhaftet. Er steht unter Verdacht, als SS-Hauptscharführer während des Krieges an der Ermordung von 400 Häftlingen im Nebenlager Gusen des KZ Mauthausen beteiligt gewesen zu sein. 20 Zeugen im gerade in Ansbach laufenden Prozess gegen den Lagerkommandanten von Gusen haben Jentzsch schwer belastet. Ihren Aussagen zufolge leitete er die Aktion zur Vernichtung von 400 invaliden und kranken Häftlingen. Jentzsch wird 1967 zu lebenslanger Gefängnisstrafe verurteilt.

In den ersten vier Monaten des Jahres 1961 flüchteten 66 170 Bürger aus Ost-Berlin und der DDR in den Westen. Allein im April waren es 19 803, von denen 24,1 Prozent jünger als 18 Jahre sind und 25,03 Prozent zwischen 18 und 25 Jahren. Im März wurden 16 094 Flüchtlinge registriert. Gru

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