SERIE BERLINER Chronik : 9. Mai 1990

Der Jüdische Weltkongress tagt erstmals in Deutschland

JAHRE

EINHEIT

Der Jüdische Weltkongress tagt erstmals in Berlin und damit in Deutschland. An der Eröffnung nimmt Bundeskanzler Helmut Kohl teil. Der Regierende Bürgermeister Walter Momper wertet das Ereignis als wichtiges Zeichen für Vertrauen in ein vereintes Deutschland. Vor der Wannsee-Villa, in der 1942 die Vernichtung der Juden Europas beschlossen wurde, findet eine ergreifende Gedenkveranstaltung statt. Der Jüdische Weltkongress repräsentiert jüdische Gemeinden und Organisationen aus 70 Ländern.

Der Vorstand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) der DDR und die Chefs der 19 Einzelgewerkschaften kommen zu einer Krisensitzung zusammen. Der Vorsitzende des dreiköpfigen Sprecherrats teilt mit, der FDGB löse sich spätestens im Herbst auf, das Vermögen werde auf die Einzelgewerkschaften verteilt. Gru

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