• Serie: Bezirke vor der Wahl: Die Grünen rechnen sich was aus in Tempelhof-Schöneberg

Serie: Bezirke vor der Wahl : Die Grünen rechnen sich was aus in Tempelhof-Schöneberg

In Tempelhof-Schöneberg verdankt die SPD ihren Bürgermeisterposten den Grünen. Die wollen nun stärkste Kraft werden.

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Wahlplakat der Grünen in Berlin.
Wahlplakat der Grünen in Berlin.Foto: dpa

Auch in Tempelhof-Schöneberg verdankt die SPD ihre Führungsrolle einer Zählgemeinschaft mit den Grünen. Sie ermöglichte 2011 die Mehrheit für Bürgermeisterin Angelika Schöttler, obwohl die CDU stärkste Partei wurde. Auch im Bezirksamt, wo SPD und CDU über jeweils zwei Sitze verfügen, sind die Grünen mit einer Stadträtin entscheidend. Doch jetzt könnten sich die Machtverhältnisse verschieben. Die Grünen wollen stärkste Kraft werden. Während Stadträtin Sibyll Klotz (Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung) nicht mehr antritt, starten sie mit Fraktionschef Jörn Oltmann und BVV-Vizevorsteherin Martina Zander-Rade.

Hoffnungen macht sich auch die CDU, die mit Vize-Bürgermeisterin Jutta Kaddatz als Spitzenkandidatin antritt. Die frühere Schulleiterin ist seit 2011 Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport. Ihre Fraktion konnte sich dank zweier Überläufer in der Legislaturperiode auf 20 Mitglieder vergrößern. Sowohl Denise Marx (Grüne) als auch Wanda Preußker (Piraten) wechselten zu den Christdemokraten.

Nur ein Pirat ist übrig

Von den einst vier Piraten ist nur Michael Ickes übrig geblieben, Jan-Ulrich Franz und Sven Wehrend stiegen ebenfalls aus und bilden jetzt die Gruppe „Politik ohne Partei“. Mit einer neuen Mannschaft hofft man den Verbleib in der BVV zu sichern, wo auch die Linken über zwei Mandate verfügen. FDP, AfD und vier weitere Parteien bewerben sich ebenfalls um den Einzug in die Bezirksverordnetenversammlung.

2011 gingen vier der damals noch acht (heute sieben) Abgeordnetenhaus-Wahlkreise an die SPD, drei an die CDU und nur in Schöneberg-Nord waren die Grünen erfolgreich. Im Wahlkreis 4 trifft der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf den nachgerückten CDU-Abgeordneten Markus Klaer.

Im Wahlkreis 3 (Friedenau), den sie zuletzt nur knapp für sich entscheiden konnte, tritt Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) gegen die Herausforderin Annabelle Wolfsturm von den Grünen, die versehentlich in der Print-Ausgabe nicht genannt wurde, und den CDU-Bezirksverordneten Daniel Dittmer an. Im Wahlkreis 6 (Mariendorf/Marienfelde) verteidigt der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, Florian Graf, sein Mandat, das er 2011 mit deutlichem Vorsprung gewann. Kolat und Graf sind zudem durch Spitzenplätze auf den Bezirkslisten ihrer Parteien abgesichert.


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