Serie: Bezirke vor der Wahl : Steglitz-Zehlendorf: CDU will weiter regieren

Seit 1971 regiert die CDU in Steglitz-Zehlendorf. Zur Wahl stellen sich im Bezirk einige neue Kandidaten.

von
CDU-Wahlplakat für die Berlin-Wahl 2016.
CDU-Wahlplakat für die Berlin-Wahl 2016.Foto: imago/Stefan Zeitz

Seit 1971 stellt die CDU in Steglitz-Zehlendorf den Bürgermeister, und daran wird sich nach 45 Jahren dank einer Zählgemeinschaft mit den Grünen wohl auch in diesem Jahr nichts ändern. Norbert Kopp hört nach zehn Dienstjahren auf – allerdings nicht ganz freiwillig. Er wäre gerne im Amt geblieben, bis er 2019 die Altersgrenze erreicht hätte, muss aber auf Druck des Kreisvorsitzenden, Justizsenator Thomas Heilmann, schon jetzt den Weg für die Bildungsdezernentin Cerstin Richter-Kotowski freimachen. Die Juristin ist nach zwei Runden im Abgeordnetenhaus seit 2006 Stadträtin im Bezirk.

Vier Parteien wollen in die BVV

Neben Frank Mückisch, dem amtierenden Stadtrat für das ungewöhnliche Ressort Soziales und Stadtentwicklung, schickt die CDU den Bezirksverordneten Oliver Rolle als dritten Bezirksamtskandidaten ins Rennen. Die Grünen haben Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto – bekannt durch das Hundeverbot an den Grunewaldseen – nicht wieder aufgestellt, sondern die bisherige BVV-Fraktionschefin Maren Schellenberg als Spitzenkandidatin nominiert. Die Sozialdemokraten schicken den Stadtrat für Immobilien und Verkehr, Michael Karnetzki, in den eher aussichtslosen Kampf um das Bürgermeisteramt.

Die bisherige BVV-Fraktionschefin Maren Schellenberg ist Spitzenkandidatin der Grünen in Steglitz-Zehlendorf.
Die bisherige BVV-Fraktionschefin Maren Schellenberg ist Spitzenkandidatin der Grünen in Steglitz-Zehlendorf.Foto: Promo

Die mit drei Mandaten in der BVV vertretenen Piraten setzen mit Fraktionschef Eric Lüders auf Kontinuität. Neben FDP, Linken und AfD hoffen vier weitere Parteien auf einen Einzug in die Bezirksverordnetenversammlung.

Veränderungen auch bei den Direktmandaten

Auch bei den Direktmandaten für das Abgeordnetenhaus, die 2011 allesamt an die CDU gingen, haben die Christdemokraten eine Verjüngung vorgenommen. Nur in drei der sieben Wahlkreise treten die 2011 erfolgreichen Kandidaten an. Im Wahlkreis 2 (Südende), den Joachim Luchterhand (CDU) vor fünf Jahren im berlinweit knappsten Ergebnis mit nur drei Stimmen Vorsprung gegenüber Ralf Wiegand (SPD) gewann, kommt es in diesem Jahr zum Duell zwischen Justizsenator Thomas Heilmann, Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) und dem FDP-Chef Sebastian Czaja. Alle drei sind auch über den ersten bzw. zweiten Platz der Bezirkslisten ihrer Parteien abgesichert. Im Wahlkreis 7 (Wannsee/Nikolassee) trifft der stellv. Vorsitzende der Bezirks-CDU, Stephan Standfuß, auf Barbara Loth (SPD), Staatssekretärin bei Arbeitssenatorin Dilek Kolat.



» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben