SERIE WENDEKalender : 1. März 1989

Der Senat gibt seinen Segen für Museumsneubau im Spreebogen

JAHRE

MAUERFALL

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Zwischen dem Reichstagsgebäude und der Kongresshalle im Tiergarten soll das „Deutsche Historische Museum“ entstehen. Der abgewählte Berliner Senat billigt als eine der letzten Entscheidungen vor dem Regierungswechsel zu Rot-Grün das Konzept des Museums. Der Bund soll die Baukosten von etwa 250 Millionen Mark tragen. Architekt ist der Italiener Aldo Rossi. Geplanter Baubeginn: 1992. SPD und Grüne haben dieses „Geschenk Kanzler Kohls an Berlin“ bisher abgelehnt. Der AL-Abgeordnete Christian Ströbele glaubt, das Museum leiste einer „Verdrängung und Beschönigung der NS- Geschichte“ Vorschub. Der designierte Museumsdirektor Christoph Stölzl mahnt Vertragstreue an und zitiert den Grundsatz: „Pacta sunt servanda!“ Ost- und West-Berlin streiten sich unterdessen, wer nun Schuld hat, dass es mit den Verhandlungen über eine neue Schnellzugstrecke (für den künftigen ICE) zwischen Berlin und Hannover nicht vorangeht. Die DDR schiebt den Schwarzen Peter der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin zu. In West-Kreisen heißt es, die DDR-Unterhändler mauerten, weil sie die Strecke zwar in eigener Regie bauen möchten, aber dafür keine Kapazitäten hätten. loy

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