SERIE WENDEKalender : 12. März 1989

100 Jahre Jungendweihe in Ost und West und Sorgen um die Bildung

JAHRE

MAUERFALL

Erzählen Sie doch Ihre eigene Geschichte von damals! Lesebeispiele:

www.tagesspiegel.de/meinjahr89

Beiderseits der Mauer wird das Jubiläum „100 Jahre Jugendweihe“ gefeiert. Der West-Berliner Freidenkerverband betont, dass die Jugendweihe in der DDR mit der West-Variante „nicht identisch“ sei. Jährlich nehmen in West-Berlin rund 120 Jugendliche an der Jugendfeier teil. Im Osten wird das Jubiläum mit einer Ausstellung gewürdigt. Der Besucher lernt, dass die erste „Jugendweihefeier mit proletarischem Charakter“ am 14. April 1849 im Konzerthaus an der Leipziger Straße stattfand.

Der Berliner Landesverband Deutscher Schulgeografen macht sich unterdessen Sorgen um die Erhaltung heimatkundlicher Bildung. Im Tagesspiegel erscheint eine Protest-Anzeige gegen die Kürzung des Erdkunde-Unterrichts: „Leipzig liegt in Deutschland! Die Erdkundekenntnisse unserer Schüler sollen nicht an der Mauer enden.“

Die „Morgenpost“ berichtet, dass ein West-Berliner zum ersten Mal seit dem Bau der Mauer auf dem Brandenburger Tor gestanden habe – mit Erlaubnis der DDR-Behörden. Möglich wurde dieser Ausflug durch ein japanisches Fernsehteam, das für einen Dokumentarfilm die DDR bereiste. Als Chauffeur diente Helmut Weise aus West-Berlin. Er kletterte auch mit dem japanischen Kameramann auf das Bauwerk. loy

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