SERIE WENDEKalender : 15. August 1989

In Ost-Berlin gründet sich ein Kreisverband der Republikaner

JAHRE

MAUERFALL

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Die Republikaner haben einen Kreisverband in Prenzlauer Berg gegründet, berichtet die „Morgenpost“. 23 Mitglieder der rechtsextremen Partei hätten sich zur Gründungsversammlung in einer Privatwohnung getroffen. Bernhard Andres, Landesvorsitzender der Republikaner, konnte an der Versammlung nicht teilnehmen, weil ihm die DDR die Einreise verweigert hatte. Angeblich sind weitere Kreisverbandsgründungen in Ost-Berlin geplant. ADN dementiert die Meldung. Es gebe keine Rechtsradikalen in der DDR.

Der Ost-Berliner Pfarrer und Oppositionelle Rainer Eppelmann hat die DDR-Flüchtlinge in den Vertretungen der Bundesrepublik in Budapest, Prag und Ost-Berlin aufgerufen, die Gebäude freiwillig zu verlassen und auf die von der DDR-Führung zugesicherte Straffreiheit zu vertrauen. Die Regierung könne den Flüchtlingen ihre Ausreise nicht direkt genehmigen, da es sonst zu einem Dammbruch kommen würde, sagte Eppelmann dem Norddeutschen Rundfunk. Ohnehin ärgerten sich viele DDR-Bürger über dieses „Vordrängeln einer kleinen Minderheit, während eine große Anzahl die DDR auf geregelte Art und Weise verlässt“. loy

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