SERIE WENDEKalender : 17. März 1989

Ein Schinkel-Gemälde ist auf Irrfahrt zwischen Ost und West

20 JAHRE MAUERFALL

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Die Ost-Berliner „BZ am Abend“ berichtet vom Ende einer Ost-West-Irrfahrt. Es geht um einen „echten Schinkel“, ein kleinformatiges Gemälde, das die Propyläen von Athen darstellt. Das Bild war vom Meister privat verschenkt worden und gelangte über Erblassungen und Verkäufe in den Besitz eines Ost-Berliner Ehepaares. 1988 fragte ein junger Mann bei der Besitzerin nach dem Gemälde. Er wolle es kaufen, nahm es schon mal an sich, gegen Quittung, um es schätzen zu lassen, und kam nicht mehr wieder. Wenig später wurde das Werk den West-Berliner Staatlichen Museen angeboten, die es ohne viel Fragerei nach dem Woher erwarben. Inzwischen war in der DDR wegen des Diebstahls ein Gerichtsverfahren anhängig. Die Staatlichen Museen mussten das Bild der Besitzerin zurückerstatten.

In West-Berlin werden für den Ev. Kirchentag im Juni noch 12 000 Privatbetten gesucht, berichtet die „Morgenpost“. Die Zusagen gingen sehr schleppend ein, beklagen die Organisatoren. Dabei haben sie nur 15 000 Privatbetten eingeplant. In Ost-Berlin liegt das Soll für das anstehende Großereignis FDJ-Pfingsttreffen bei 100 000 Betten. Auch hier läuft die Akquise sehr zäh. loy

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