SERIE WENDEKalender : 18. April 1989

Das Naturkundemuseum in Ost-Berlin bekommt keine echte Konkurrenz

20 JAHRE MAUERFALL

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West-Berlin arbeitet an einem eigenen Naturkundemuseum. An der Charlottenburger Schlossstraße haben die „Naturwissenschaftlichen Sammlungen“, bisher in mehreren Depots gelagert, jetzt ein zentrales Domizil. Hier können Besucher – allerdings nur sonntags – die Pandabärin „Tjen Tjen“, jetzt als Dermoplastik, besichtigen. Bären sind die Hauptattraktion, neben dem präparierten Schädel von „Knautschke“, dem Zoo-Flusspferdbullen. Bis zum Museum von Weltruf, wie es im Osten steht, ist es noch ein langer Weg.

In Ost-Berlin haben sich wieder Bürgerrechtler zu Wort gemeldet. 48 Vertreter kündigten ihren Boykott der Kommunalwahlen im Mai an. Sie kritisieren, dass der Wähler nicht wirklich zwischen verschiedenen Kandidaten wählen kann. Abgestimmt wird öffentlich, ohne Nutzung einer Wahlkabine. Wer sich konform verhält, braucht die Kandidatenliste der „Nationalen Front“ nur einzuwerfen. Wer mit „Nein“ stimmen will, muss alle Kandidaten durchstreichen. Das habe zur Folge, „dass eine große Zahl von Bürgern ohne innere Überzeugung halbherzige Loyalitätserklärungen abgibt“. loy

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